
Warum Datenblätter lügen – und was wirklich wichtig ist bei der Erwärmung von Kunststoffen
Datenblätter liefern nur die halbe Wahrheit. Man kann zwei Infrarotlampen mit exakt derselben Leistung und Spannung auswählen – doch in der Praxis verhalten sie sich völlig unterschiedlich. Eine Lampe kann den Kunststoff perfekt erhitzen, während die andere dazu führt, dass der Kunststoff beschädigt wird.
Wenn man die Bearbeitungszeiten minimieren und möglichst wenig Abfall produzieren möchte, muss man auf zwei Dinge achten: Wie gleichmäßig die Wärme verteilt wird und wie schnell die Temperatur ansteigt.
Das Problem der „heißen Punkte“
Wir alle kennen dieses Problem: Plötzlich beginnt der Kunststoff in bestimmten Stellen zu verbiegen – oder schlimmer noch: dort zu verbrennen. Das ist ein Problem der Gleichmäßigkeit der Wärmezufuhr. Dies tritt auf, wenn die Wärme nicht gleichmäßig über die Oberfläche des Kunststoffs verteilt wird. Um dies zu verhindern, achten wir darauf, wie der Glühfaden gewickelt ist und wie dick das Quarzmaterial ist.
Falls die Lampe keine gute Gleichmäßigkeit der Wärmezufuhr bietet, sind Sie in Schwierigkeiten. Sie müssen die gesamte Bearbeitungsschleife verlangsamen, damit die „heißen Punkte“ Ihre Produkte nicht zerstören. Das senkt natürlich die Produktivität. Deshalb vergleichen wir unsere Lampen mit denen anderer Hersteller – damit Sie genau sehen können, wo die Wärme auf dem Werkstück landet, bevor Sie kaufen.
Die Temperatursteigerung
Es gibt auch noch das Problem der Temperatursteigerung. Eine steile Kurve bedeutet, dass die gewünschte Temperatur schnell erreicht wird. Das klingt gut, oder? Normalerweise ja. Doch wenn man zu stark drückt, besteht die Gefahr eines thermischen Schocks.
Der Schlüssel liegt darin, die spektrale Ausstrahlung der Lampe an den jeweiligen Kunststoff anzupassen. Wenn die Frequenzen übereinstimmen, dringt die Wärme tatsächlich in das Material ein. Andernfalls wird nur die Oberfläche verbrannt, während der innere Teil des Materials kalt bleibt.
Die Realitätsbedingungen
Seien wir ehrlich: Die Erwärmung von Kunststoffen erfordert ein Gleichgewicht. Wenn man mehr Leistung in einen kürzeren Behälter packt, entsteht eine starke Wärmeentwicklung. Das belastet jedoch das Quarzmaterial sowie die Verbindungen stark. Wenn man diese Lampen 24/7 auf ihrer maximalen Leistung betreibt, gehen sie schneller kaputt.
Vergessen Sie außerdem nicht die Kühlung. Wenn die Lüfter nicht ausreichen, sammelt sich die Umgebungswärme im Gehäuse an – dadurch können die Anschlüsse sogar schmelzen. Das ist ein echtes Problem.
Wir geben Ihnen nicht nur Broschüren – wir liefern Ihnen auch echte Testdaten, damit Sie herausfinden können, ob die Lampe zu Ihren Anforderungen passt.