
Der Wechsel der IR-Heizquellen bei der Automobilfertigung: Was wirklich wichtig ist
Die meisten großen Automobilhersteller beginnen mit europäischen IR-Heizquellen – das ist schließlich die sicherste Wahl. Doch wenn es darum geht, auf chinesische Hersteller umzusteigen, beginnt das Gespräch meist mit der Preisfrage.
Doch das ist ein Trugschluss: Der Preis ist nur eine Ablenkung. Die eigentliche Herausforderung besteht darin, dafür zu sorgen, dass die Wärme genau so auf den Kunststoff wirkt wie zuvor.
Das Wärmeprofil
Beim Spritzgießen ist die Wärmedichte entscheidend – sie bestimmt schließlich die Zykluszeit. Wenn man eine Hochleistungs-Kvartslampe durch eine günstigere ersetzt, muss man auf die spektralen Eigenschaften der Lampe achten. Kurzwelliges Infrarot ist zwar hervorragend, da es schnell in den Kunststoff eindringt – doch die Ausrichtung des Reflektors muss perfekt sein. Ich habe schon zu vielen Ingenieuren gesehen, die eine Markenlampe gegen eine günstigere Alternative mit einem billigeren Wolframfilament austauschten. Das Ergebnis: Kältepunkte im Formwerkzeug. Dadurch entstehen Teile, die ungleichmäßig schrumpfen – und plötzlich kostet diese „günstigere“ Lampe einen Haufen Geld in Form von Ausschuss.
Passform und Funktion
Eine Ersatzlampe muss perfekt passen – nichts darf „nahe genug“ sein. Wenn die Spezifikationen einen R7s- oder SK15-Anschluss vorschreiben, müssen die Toleranzen sehr eng sein. Wenn die Passform auch nur leicht schlecht ist, entsteht elektrischer Widerstand. Dies führt zu Funkenbildung – und schon ist die Lampe viel früher kaputt. Wir stellen sicher, dass unsere Lampen genau die gleiche Spannung und Leistung wie die europäischen Markenlampen haben. Man muss also weder an den Steuerungen noch an den Verkabelungen etwas ändern.
Der Kompromiss: Geschwindigkeit versus Lebensdauer
Hochleistungs-Lampen erzeugen enorme Mengen an Wärme – das verkürzt die Zykluszeit. Doch es gibt einen Haken: Wenn man eine Lampe bis an ihre Grenzen belastet, wird die Quarzkapsel stark beansprucht. Zwar erhält man schneller Wärme – doch das Filament kann dadurch schneller kaputtgehen. Es handelt sich dabei einfach um Physikgesetze. Man muss daher besonders auf den Wartungsplan achten.
Letztendlich kommt es auf die Rohmaterialien an – auf die richtige Legierung des Filaments sowie auf das richtige Gasgemisch. Wenn die Spezifikationen stimmen, spielt es keine Rolle, wo die Lampe hergestellt wurde. Die Maschine funktioniert einfach weiterhin einwandfrei.